Frauenpower zahlt sich aus

Die Unternehmen mit dem höchsten Frauenanteil im Topmanagement erzielen 25 Prozent höhere Gewinne als der Durchschnitt, wie eine neue Studie erbrachte. „Wenn es doch um Profit geht, warum ändern dann die Unternehmen nichts am Frauenanteil?“, fragt deshalb Brigitte Zypries, Bundeswirtschaftsministerin A.D. und Herausgeberin des DUB UNTERNEHMER-Magazins.

Im Marketing und im Personalwesen arbeiten mehr weibliche Führungskräfte als in anderen Bereichen. So nimmt dies  Stefanie Schlick wahr, Vorstandsmitglied der Dialog Versicherung und Vertriebsverantwortliche für die Maklerkanäle bei Generali Deutschland, wie sie im DUB Business Talk berichtet. Speziell den Vertrieb sieht sie weiter sehr männlich dominiert. Dabei bringen Frauen oft aufgrund ihrer Kommunikationsstärke gepaart mit Empathie natürliches Rüstzeug für diese Tätigkeit mit. „Ich denke immer darüber nach, wie ich unseren Vertrieb weiblicher machen kann. Und Frauen sind für die Branche mittlerweile eine wichtige Zielgruppe.“

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Unsere Schulen produzieren Lebensuntüchtige

  • In Schulen wird weder Selbstständigkeit noch Durchsetzungsstärke gelehrt
  • Die klassische humanistische Bildung braucht ein Update
  • Wir brauchen einen neuen Bildungsbegriff, der Kinder befreit und ermächtigt

Nein, früher war nicht alles besser, auch nicht unsere Kinder. Zwar behauptet jede Generation von sich, sie sei die letzte gewesen, die noch eine anständige Bildung genossen habe und die überhaupt noch Anstand besitze, aber das beruht wohl mehr auf individuellen Erinnerungslücken als auf der Realität. Jeder, na ja fast jeder, hat in der Jugend ab und an über die Stränge geschlagen, fand Schule „scheiße“, und überhaupt waren andere Dinge viel interessanter als „Die Leiden des jungen Werther“ oder der Satz des Pythagoras. Und aus den meisten Jungrebellen ist doch was ganz Anständiges geworden. So weit, so gut. Also alles in Ordnung?

Nein, es ist nicht alles in Ordnung. Denn im Gegensatz zu früheren Generationen reicht der Fächerkanon der klassischen humanistischen Bildung im Korsett der allgemein verbindlichen Lehrpläne nicht mehr aus. Die Gesellschaft ändert sich schneller, als die von Bürokraten entwickelten Lehrpläne darauf reagieren können. Schon die Politik kann mit ihren Gesetzen nur noch reagieren. Zu schnell geht der technologische Fortschritt voran, ändern sich menschliche Bedürfnisse und gleichermaßen angebots- und nachfragegetriebene digitale Geschäftsmodelle. Ein schwerfälliges und zudem föderales System wie Schule steht da auf verlorenem Posten.

Wer heute zur Schule geht, droht verloren zu gehen

Es gilt, zu verhindern, dass unsere Schüler und Absolventen verloren gehen. Verloren in einer Wirtschaftskrise, unselbstständig im Handeln und unfähig, am notwendigen Diskurs teilzunehmen. Unsere Schulen entlassen im Gegensatz zu früher mehr wissende Konformisten als universalgebildete Persönlichkeiten. Das macht der Wirtschaft zu schaffen und irgendwann auch der Gesellschaft. Denn Erfolg, Karriere, gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskurs brauchen Individuen, die nicht nur für die Schule, sondern wirklich und wahrhaftig für das Leben lernen.

Schule vermittelt Wissen, aber sie bereitet nicht mehr auf das Leben vor – noch weniger als zu früheren Zeiten. Denn „das Leben“ ist fragmentierter, vielseitiger und komplexer geworden. Hierauf braucht es dringend Antworten. Längst unterscheidet sich in vielen Fällen die Wahrnehmung der Schüler von der der Lehrer. Das gab es immer, weil verschiedene Generationen natürlich andere Wahrnehmungen haben. Aber heute geht es um mehr. Die Medienkompetenz sei hier als Beispiel genannt: Die meisten Zwölfjährigen werden wohl in Sachen Internetnutzung der 55-jährigen Lehrerin etwas vormachen. Wer hat jetzt mehr Kompetenz? Diese Frage lässt auch Autoritäten schwinden und stellt schulisches Wissen zunehmend infrage.

Damit ich richtig verstanden werde: Allgemeinbildung ist wichtig. Alle schulischen Fächer sind wertvoll und wichtig. Schule leistet insgesamt eine sehr gute Arbeit. Die meisten Lehrer sind auch sehr engagiert und die meisten Schüler sind keine Bildungsverweigerer. In dieses Wehklagen möchte ich nicht einstimmen. Es wäre auch falsch.

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ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Doch wie kann es gelingen, das eigene Unternehmen nachhaltig zu führen? Wir haben mit Unternehmerinnen aus verschiedenen
Branchen gesprochen, die sich dieser Herausforderung stellen – mit großem Erfolg.

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VERBANDSMAGAZIN
Die neue Ausgabe der UNTERNEHMERIN befasst sich mit dem Schwerpunktthema Natur und Nachhaltigkeit.
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Bayerns starke Frauen: Vanessa Weber mischt Werkzeugbranche auf

Mit gerade einmal 18 Jahren hat sie die Werkzeugfirma von ihrem Vater übergeben bekommen. Was viele für ein großes Wagnis gehalten haben, hat sich aber gelohnt: Vanessa Weber aus Aschaffenburg ist heute eine erfolgreiche Geschäftsführerin.

Weibliche Nachfolge im Fokus: „Ich musste verstehen, dass ich auch anders drauf sein darf und eigene Akzente setzen kann.”

NEXT GENERATION AWARD

Mit 22 Jahren alleinige Geschäftsführerin des Familienunternehmens: Vanessa Weber trat 2002 die Nachfolge ihres Vaters an und verfünffachte innerhalb von zehn Jahren den Umsatz der Werkzeug Weber GmbH & Co. KG auf zehn Millionen Euro.

Bereits als Kind hatte Vanessa Weber mit Werkzeugen aller Art zu tun, denn sie ist damit im elterlichen Betrieb aufgewachsen. Kurz nach ihrem 18. Geburtstag wird Vanessa Weber aus heiterem Himmel von ihrem Vater gefragt, ob sie das Familienunternehmen übernehmen möchte. Völlig spontan willigt sie ein und setzt sich schnell in einer absoluten Männerdomäne – dem Werkzeughandel – durch.

Heute leitet sie in vierter Generation den Familienbetrieb in Aschaffenburg und beschreibt die Anfänge als oftmals schwierig, denn sie musste als junge Frau um Akzeptanz kämpfen. „Bei vielen Mitarbeitern hatte ich schon als Baby auf dem Schoß gesessen“, so Weber. Auch bei den Kund*innen muss sie sich behaupten und zeigen, dass sie viel mehr als nur die Tochter vom ehemaligen Chef ist. Sie beweist von Anfang an absolute Leidenschaft für das Unternehmertum, ist morgens die Erste und abends die Letzte im Büro. Innerhalb kürzester Zeit überzeugt die Geschäftsführerin mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement für Kund*innen und Mitarbeiter*innen.

 

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Menschen – Frauenpower mit Vanessa Weber

Frauen und Unternehmertum – Wie gut passt das zusammen? Sehr gut, sagt die Power-Frau und Vorbildsunternehmerin Vanessa Weber, Geschäftsführerin von Werkzeug Weber in Aschaffenburg. Sie spricht mit Ines Schöcker über ihre eigene Geschichte, die von viel Mut zeugt und anderen Frauen Mut macht.

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Praktikumsplätze für Politiker

Veröffentlicht im Main Echo – Juli 2020 – Onlineausgabe

 

Gastbeitrag:
Vanessa Weber zur zeitweisen Senkung der Mehrwertsteuer

Wer berät eigentlich die Bundesregierung? Diese Frage stelle ich mir in den vergangenen Monaten öfter, denn immer mehr Entscheidungen sind für mich als Unternehmerin kaum nachvollziehbar.

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Wer hat die Regierung bloß bei dieser Steuersenkung beraten?

  • Die Mehrwertsteuersenkung ist nur von zwölf bis Mittag gedacht
  • Die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen sind unterrepräsentiert
  • Die Politik versteht zu wenig von Wirtschaft und trifft fatale Entscheidungen

Wer berät eigentlich die Bundesregierung? Diese Frage stelle ich mir in den vergangenen Monaten öfter, denn immer mehr Entscheidungen sind für mich als Unternehmerin kaum nachvollziehbar. Wenn „der Wirtschaft“ – man fragt sich, wer das aus Sicht der Abgeordneten eigentlich ist – geholfen werden soll, warum schwanken dann politische Entscheidungen zwischen einfallslosen, wettbewerbsverzerrenden und partikularen Subventionen und ökonomischem Irrsinn? Warum werden die Lufthansa, die Deutsche Bahn, die Tui und andere Branchenriesen ohne große Bedenken mit Milliarden alimentiert, während mittelständische Unternehmen auf KfW-Kredite verwiesen werden oder gar ganz leer ausgehen?

Das, was Unternehmen wirklich helfen würde, wird nicht mal erwogen

Die sogenannten Soforthilfen sind auch eher Almosen als echte, nachhaltige Unterstützung. Und natürlich ist jede öffentliche Unterstützung mit erheblicher Bürokratie verbunden, die revisionssicher abgewickelt werden muss. Denn am Ende wird von den Behörden des paternalistischen Unterstützungsstaates kein Pardon zu erwarten sein.

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„Wie kommen wir durch diese Talsohle?“

Der Werkzeughandel von impulse-Bloggerin Vanessa Weber ist bislang gut durch die Krise gekommen. Doch die Unternehmerin sieht düstere Wolken aufziehen – und will mit den passenden Maßnahmen gegensteuern.

Vieles hat sich in den vergangenen Wochen normalisiert. Wir haben eine neue Routine entwickelt. Und doch frage ich mich immer wieder: Ist das nur eine kurze Phase des Durchatmens? Was wird in den nächsten Monaten noch alles auf uns zukommen? Wie lange werden uns diese Pandemie und ihre Folgen begleiten?

Wir haben langfristige Vereinbarungen mit unseren Kunden aus der Industrie. Aber irgendwann ist der Auftragseingang abgearbeitet. Wir merken schon, dass die Kundschaft teilweise zögerlich ist. Einige fragen sich, ob eine Investition jetzt gerade wirklich sein muss – oder ob man sie verschieben kann. Im Mai ist unser Umsatz um 30 Prozent eingebrochen für Juni zeichnet sich ein weiterer Einbruch ab.

Ich bin keine Schwarzmalerin

Viele Experten warnen davor, dass wir das dicke Ende dieser Krise noch gar nicht gesehen haben. Und von vielen Unternehmern höre ich, dass sie das Gefühl haben, die Regierung pumpe viel Geld in die großen Dax-Konzerne, wohingegen die kleinen Betriebe im Regen stehen blieben.

Ich bin keine Schwarzmalerin. Aber ich merke, dass düstere Wolken am Himmel aufziehen. Und ich finde es wichtig, die Situation realistisch einzuschätzen und als Unternehmerin mit den passenden schützenden Maßnahmen für die Mitarbeiter und den Betrieb zu reagieren. Die Balance dazwischen ist eine Herausforderung für uns alle.

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„Jetzt kann ich wieder klarer denken“

Veröffentlicht in impulse.de/management– Onlineausgabe

Bei impulse-Bloggerin Vanessa Weber hat sich nach Wochen im Krisen-Modus eine neue Routine eingestellt. Viel Anspannung ist von ihr abgefallen. Wie sie sich auf die Veränderungen einstellt hat.

In den vergangenen Wochen hat sich bei mir etwas verändert. Zu Beginn der Corona-Krise fühlte sich jeder Tag an wie ein wiederkehrender Albtraum. Inzwischen hat sich eine Routine eingestellt. Das war ein Prozess. Im April waren wir vor allem damit beschäftigt, alle Regelungen umzusetzen. Man hat sich auf die Schutzmaßnahmen konzentriert und gebannt auf die Fallzahlen geschaut. Wir hatten einen Umsatzeinbruch von 50 Prozent. Durch die Kurzarbeit, die ich direkt im März beantragt hatte, konnten wir das zum Glück einigermaßen abfangen.

Meine Stimmung schwankte in den ersten Wochen täglich zwischen Optimismus und Existenzangst. Inzwischen bin ich an einem Punkt, an dem ich die Situation so akzeptieren kann, wie sie ist. Ich kann wieder denken, entscheiden und agieren. Endlich wieder ein Stück Stabilität.

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