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Lufthansa im Krisenmodus: Sind die Coronahilfen gerechtfertigt?

Mit einem milliardenschweren Rettungspaket will der Bund die Lufthansa in der Coronakrise stützen. Sind die Staatshilfen richtig oder verdecken sie bloß die hausgemachten Probleme der Kranich-Airline?

  • Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat zugestimmt, Milliarden vom Staat anzunehmen
  • Auch für den Mittelstand gibt es Hilfe, die jedoch nicht immer ankommt
  • Denn: Wer zu klein ist, bekommt kein maßgeschneidertes Paket

 

Es sieht so aus, als würden rund neun Milliarden Euro in die Rettung der Lufthansa fließen. Neun Milliarden für Kredite und Beteiligungen an einem Konzern, der im Jahr 2019 gut 36 Milliarden Euro Umsatz machte und knapp 140.000 Mitarbeiter/innen beschäftigt. All diesen Menschen hilft die Zuwendung, sagen Befürworter. Und außerdem sei eine nationale Fluglinie systemrelevant.

Das mag alles stimmen. Trotzdem möchte ich diesen Zahlen ein paar andere entgegenstellen, und zwar die der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Als KMU gelten in Deutschland diejenigen, die weniger als 500 Angestellte haben und unter 50 Millionen Euro Jahresumsatz machen. Das trifft auf mehr als 99 Prozent der Unternehmen in unserem Land zu, die zusammen im Jahr 2018 rund 17,77 Millionen Angestellte hatten – also deutlich mehr als die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die KMU bieten in Summe zudem mehr als 80 Prozent der Ausbildungsplätze an. Ihr Jahresumsatz betrug 2018 rund 2,4 Billionen Euro – mehr als ein Drittel der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Diese Zahlen stammen allesamt vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn.

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