Die Zahl der Stiftungen in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor – doch gerade kleinere gemeinnützige Stiftungen geraten zunehmend unter Druck. Auch Vanessa Weber, Unternehmerin und Stiftungsgründerin, weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig die finanzielle Lage sein kann.

Vor rund fünf Jahren gründete sie die Vanessa Weber Stiftung für Bildung und Nachhaltigkeit mit einem Grundstock von 50.000 Euro. Ziel ist es, Bildungsprojekte zu fördern und nachhaltige Initiativen, wie etwa Aufforstungen, möglich zu machen. Doch die Realität zeigt: Die Erträge aus dem Stiftungskapital sind gering und decken die laufenden Kosten nicht.

„Das, was aus den 50.000 Euro aktuell rauskommt, ist nur minimal und es reicht eben nicht, die Kosten zu decken, definitiv nicht“, berichtet Vanessa Weber. Allein im vergangenen Jahr musste sie 2.500 Euro privat zuschießen, um die Verwaltungskosten zu finanzieren – denn der Grundstock der Stiftung darf nicht angetastet werden.

Engagement trotz Hürden

Dass Stiftungen dennoch einen wichtigen Beitrag leisten, zeigt ein aktuelles Projekt in Obernburg am Main: Gemeinsam mit Jugendlichen und einem Förster hat Vanessa Weber dort auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern Hunderte neue Bäume gepflanzt. Solche Projekte liegen ihr am Herzen – und verdeutlichen, wie viel Wirkung auch kleinere Stiftungen entfalten können, wenn Menschen mit Leidenschaft und persönlichem Einsatz dahinterstehen.

Ein Appell für bessere Rahmenbedingungen

Vanessa Weber macht deutlich, dass Stiftungen nicht nur finanzielle Instrumente sind, sondern vor allem Motoren für gesellschaftlichen Wandel. Damit das Engagement vieler Stifter:innen langfristig gesichert bleibt, braucht es jedoch dringend bessere Rahmenbedingungen – damit Gemeinnützigkeit nicht zur finanziellen Belastung für die Gründer:innen wird.