Vanessa_Weber_Werkzeug_Weber Kopie.jpg
 

Profil

einer Erfolgsunternehmerin mit Herz

Feedback

Alexander_Christiani
„Vanessa Weber ist eine der inspirierensten Unternehmerinnen die ich kenne. Sie hat, nicht nur, in wenigen Jahren den Umsatz des elterlichen Unternehmens verfünffacht, sondern gibt ihr unternehmerisches Know-How auch sehr motivierend weiter. Als Speakerin auf unserem 1000-Augen Kommunikation-Seminar im Oktober 2014 bekam Sie von den Teilnehmern ein begeistertes Feedback.“
— Alexander Christiani
Familie.jpg
 

Werkzeug Weber

Unternehmensnachfolge mit Mut, Vertrauen und Familien-Power

Background.jpg
 
 

Werkzeug Weber, Aschaffenburg
Gründungsjahr: 1948
Firmenübernahme durch Vanessa Weber: 2002
Mitarbeiterzahl: 20
Branche: Handel
Umsatz: über 10. Mio. Euro
Tätigkeitsbereich: weltweit
USP: das umsatzstärkste und eines der innovativsten Handelsunternehmen im Werkzeughandel in Relation zur Betriebsgröße

Werkzeug Weber ist der Partner von Industrie und Handwerk aus dem Rhein-Main-Gebiet. Klein genug, um persönlich auf Ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen, groß genug, um sie professionell über alle Kanäle zu bedienen.

"Top-Leistungen zu angemessenen Preisen und wir liefern alles außer Waffen und Drogen"

Werkzeug Weber ist seit über 65 Jahren eine verlässliche Größe im bayerischen Teil des Rhein-Main-Gebietes. Die Leistungen des Familienunternehmens umfassen den Handel mit Werkzeugen, Büroeinrichtung und Betriebseinrichtung. Zum Jubiläum gratulieren unter anderem Größen wie Bosch oder das Einkaufsbüro Deutscher Eisenwarenhändler

 
 
 

Unternehmensnachfolge mit Mut, Vertrauen und Familien-Power

 
 

1998:


Vanessa ist 18 Jahre und will eigentlich BWL studieren, das Studentenleben genießen und nebenbei ein bisschen in den elterlichen Betrieb hineinschnuppern. Doch es kommt anders: Plötzlich bekommt ihr Vater massive gesundheitliche Probleme. Viel eher als erwünscht sieht sich Vanessa Weber mit der Herausforderung konfrontiert, das Erbe ihres Vaters anzutreten. Schnell legt die junge Frau ihr Studium auf Eis und durchläuft innerhalb von drei Jahren alle Abteilungen des Unternehmens, um das Geschäft von der Pike auf zu lernen. Eines Ihrer wichtigsten Projekte in dieser Zeit ist die ISO-Zertifizierung des väterlichen Unternehmens. Dieses schwierige Projekt gelingt und Vanessa erobert das Vertrauen und die Herzen der Mitarbeiter.
4 Jahre später: Vanessa Weber wird Geschäftsführerin des elterlichen Unternehmens und führt es in vierter Generation weiter. Dabei legt sie – gerade wegen Ihres jungen Alters – viel Wert auf die eigene Weiterbildung. Nebenbei baut sie sich sogar ein zweites Standbein als Coach auf, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch besser zu unterstützen. Sie ist sich bewusst, dass ihr Erfolg ein Teamerfolg ist. „Mein Vater ist mein wichtigster Mentor“ sagt sie.

In 10 Jahren von 2 Millionen auf 10 Millionen Umsatz – und wie es dazu kam
Im Zeitraum von 2002 bis 2012 erhöhte sich der Umsatz des Familienunternehmens von 2 Millionen auf 10 Millionen Euro. Und zwar unter der Leitung von Vanessa Weber.
Dabei hätte sich der Vater eigentlich einen langsameren und sanfteren Einstieg in die Firma gewünscht. „Wie auch mein Vater musste ich sehr früh Verantwortung übernehmen“, stellt Vanessa Weber rückblickend fest.
Ihrem Vater, Jürgen Weber, erging es wie ihr. Als er 17 Jahre alt war, starb sein Vater unerwartet und er musste die Unternehmensnachfolge antreten. Seine Anfangszeiten waren hart und für ihn stand fest, dass er selbst es besser machen wollte. Er wollte die Firmenübergabe frühzeitig, strukturiert und langfristig planen. Doch die Auswirkungen eines Unfalls schränken den Familienunternehmer soweit ein, dass er sogar mit dem Gedanken spielt, die Firma zu verkaufen.
Vanessa erinnert sich: „Wir saßen nett im Biergarten zusammen, als er mich fragte, ob ich mir vorstellen kann, die Firma zu übernehmen. Anderenfalls verkaufe er sie. Im Affekt sagte ich sofort zu, ohne mir große Gedanken zu machen, welche Konsequenzen diese Entscheidung hat“, erzählt Vanessa Weber heute und ist über ihren damaligen Mut selbst ein bisschen überrascht. Obwohl ihre damalige Zukunftsplanung ganz anders aussah, hat sie den Schritt bis heute nicht bereut.


Vertrauen in die eigene Tochter

„Ich empfehle Ihnen, ihre Tochter noch nicht als Nachfolgerin einzusetzen. Sie ist noch viel zu jung“ sagt der Steuerberater.“ Der Vater hört nicht auf ihn sondern ist sich sicher: „Meine Tochter schafft das.“. Bereits nach 2 Jahren überschreibt er seiner Tochter 50% der Anteile, zwei weitere Jahre später das ganze Unternehmen.
Er ist zwar kritisch aber grundsätzlich immer offen für ihre Ideen. „Mein Vater war zwar oft skeptisch, wenn ich Ideen vorgebracht habe. Er hat aber nie gesagt, dass ich das nicht machen darf oder er das nicht zulässt.“ Vanessa erobert sich den Entfaltungsraum, den sie braucht – und der Vater gewährt.
Das ist ein entscheidender Unterschied zu vielen anderen Unternehmensnachfolgen: Der Vater legt Vanessa keine Steine in den Weg und lässt sie Entscheidungen treffen und verantworten. Im Nachhinein eine weise Entscheidung: Unter ihrer Leitung erweitert das Unternehmen seine Angebote und setzt auf das innovative Thema „Betriebseinrichtung“. Hierbei übernimmt die Weber GmbH die gesamte Ausstattung von Betrieben und Sportstätten und füllt eine Marktlücke aus. Der Umsatz des Familienunternehmens steigt in elf Jahren von knapp zwei auf rund zehn Millionen Euro, die Belegschaft wächst von neun auf 20 Mitarbeiter an.
Den Führungsstil ihres Vaters ahmt Vanessa Weber ein halbes Jahr nach. Doch schnell stellt sie fest: „Man muss erst seinen eigenen Stil finden. Mein Vater war eher patriarchisch und streng, aber das passt nicht zu mir.“

Erfolgsfaktor „Familien-Power“

In Vanessa Webers Leben dreht sich alles um das Familienunternehmen. Vater und Mutter unterstützen sie, wo sie nur können. Sie arbeitet hart und hat vor dem Gedanken, den Betrieb einmal ganz alleine zu führen, einen gesunden Respekt. Ihr fünf Jahre jüngerer Bruder arbeitet ebenfalls im Unternehmen und vielleicht werden die Geschwister die Verantwortung auch unter sich aufteilen.
Bislang hat die junge Geschäftsfrau noch keine Kinder. Die eigene Nachfolge? Für Vanessa Weber ist das durchaus vorstellbar. Wer weiß. Auch wenn die junge Frau selbstbewusst geworden ist und viele Entscheidungen bereits alleine trifft: Jeden Morgen zwischen sieben und halb acht trifft sich Vanessa Weber auf einen Kaffee mit ihrem Vater und tauscht sich mit ihm über das Unternehmen, Mitarbeiter und anstehende Termine aus. Ein lieb gewonnenes Ritual, von dem beide profitieren.

 

Erfolgsfaktoren

– Die Entscheidung für die Nachfolge bewusst treffen
– Klare Verhältnisse schaffen
– Das Vertrauen der Eltern
– Rechtzeitig Unterstützung annehmen
– Frühzeitig Netzwerke aufbauen und aktiv nutzen
– Auch nach der Übergabe die Eltern einbinden

 


Von Nachfolgerin zu Nachfolgerin

„Entscheiden kann man nur für sich selbst“, findet Vanessa Weber: Darum sollte man sich selbst eingehend befragen, bevor man eine Nachfolge antritt. Einerseits bietet sie Chancen und Freiheiten, andererseits fordert sie Verzichte und Einschränkungen. örtliche Bindung, wenig Freizeit, gegebenenfalls auch den Verzicht auf eigene Kinder. Wer ein Familienunternehmen übernimmt, sollte sich selbst mit seinen ganzen Stärken und Schwächen gut kennen. Gezielte Coachings können helfen, die Persönlichkeitsentwicklung voranzutreiben. Schließlich wird eine Führungskraft nicht über Nacht geboren. Zwar ist es wichtig, das Unternehmer-Gen im Blut zu haben aber man muss sich auch Zeit geben, um in die neue Verantwortung reinzuwachsen. Nur so ist man authentisch und überzeugt letztlich auch sein Umfeld von sich.
Ihr Tipp: Loslegen. Lasst Euch von Eurer Vision leiten, auch wenn ihr noch nicht für alle aufkeimenden Herausforderungen eine Lösung parat habt.

Weiterentwicklung

Für Vanessa Weber sind Selbstbestimmtheit und persönliche Weiterentwicklung die wesentlichen Schlüssel für eine erfolgreiche Nachfolge. Jede potenzielle Nachfolgerin sollte sich sehr genau überlegen, ob sie den Familienbetrieb übernehmen will und sich auch über die Konsequenzen bewusst werden. Im Nachhinein bewährt hat sich für Vanessa Weber der Einstieg über ein Projekt. Bei ihr war es die ISO-Zertifizierung, die ihr den Respekt und die Anerkennung der Mitarbeiter sicherte. Trotz aller Arbeit vergisst sie nicht, Freundschaften und Geschäftskontakte aufzubauen und zu pflegen. Schon in jungen Jahren holte sie sich Rat bei den Wirtschaftsjunioren, wo sie mittlerweile als „alter Hase“ und Netzwerkerin ihre Erfahrungen weitergibt.
Die Powerfrau Vanessa Weber hat noch viele Talente und Interessen und will sich auch in anderen Feldern beweisen. Zurzeit macht sie als Speakerin Karriere und erobert große Bühnen: Bei Speakers Excellence wird sie als Top-100-Unternehmerin geführt und begeistert als Rednerin vor großem Publikum, indem sie ihre persönlichen Erfahrungen und Erfolgsgeheimnisse teilt.

 

Bilder von Vanessa Weber